Logo-Debatte, Teil 1: Klagenfurt-Logo steht Dieringer: "Entscheidung muss jetzt so hingenommen werden." In der Werbeszene brodelt es – dilettantisch und altmodisch.
Zäh wie ein Kaugummi – so kann man die Entscheidung rund um das neue Logo der Stadt Klagenfurt bezeichnen. Jetzt, über ein Jahr nach der Ausschreibung, ist die Entscheidung gefallen. Zum Zug ist Georg Gratzer gekommen, der jedoch nur für den Schriftzug verantwortlich ist. Der Lindwurm oberhalb stammt aus der Feder des Grafikers "Brandy" Brandstätter. Das Wappentier kommt jetzt schon im Logo der Stadt zum Einsatz. Kostentechnisch bewegt sich das Logo bei 1800 Euro. Wie viel es noch Wert sein wird, verrät Stadtmarketing-Chef Helmut Ellensohn nicht. Laut Ellensohn waren zum Schluss von den rund 20 Agenturen noch vier in der engeren Auswahl. Wer noch im Rennen war, will Ellensohn nicht verraten. Doch halt: Wurde das Logo wirklich für die Stadt Stadt Klagenfurt kreiert? Genau da scheiden sich die Geister. Denn die neue Wort-Bild-Marke wird vorerst nur für den Klagenfurter Handel und die Gastronomie zum Einsatz kommen.
Schwerfällig.
Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) und sein Vize Ewald Wiedenbauer (SPÖ) sind mit der Entscheidung nicht zufrieden. "Dieses Logo wirkt schwerfällig. Es ist zu beamtenhaft und ohne Dynamik", sagt Ewald Wiedenbauer gegenüber der "Kleinen Zeitung". Werbe-Fachgruppenobmann Albin Dieringer bläst aber in ein anderes Horn: "Was soll denn bei der Vorgangsweise (Briefing?, Ausschreibungsverfahren?, Logo für integrierte Stadt-Kommunikation oder Logo für Teilbereich) durch den Auftraggeber anderes herauskommen, als eine Diskussion über Geschmacksfragen? Jeglicher strategische Ansatz für eine Stadt-Markenentwicklung wird vermisst. Würde ein Markenentwickler derartig kommunizieren, wäre er schon längst in Konkurs. Die Werber wurden wieder einmal von öffentlicher Hand ausgebeutet und mussten als Hofnarren herhalten. Und die Politik ist auch nicht bereit, ein eindeutiges Votum für eine grafische Leistung, zur Kenntnis zu nehmen."
Enttäuschend.
Aber in der Kärntner Werbeszene brodelt es jetzt gewaltig. Da flattern Kommentare von dilettantisch bis hin zu sprachlos durch das Umfragetelefon. So versteht "Brandy" Brandstätter die Welt nicht mehr und sagt zur Entscheidung: "Ich selbst hätte an der Präsentation nie teilgenommen, da sie gratis war." Zum Logo sagt der Grafiker nur: "Respektlos, dilettantisch und altmodisch – ich bin sprachlos." Kein gutes Wort findet auch Werber Mario Schönherr, der selbst an der Ausschreibung beteiligt war und daran zweifelt, ob das Logo überhaupt zum Einsatz kommen wird. "Die Vorgehensweise des Stadtmarketings war höchst unprofessionell. Das neue Logo ist das Beste, was man sich von einer antiquierten Herrenrunde erwarten kann", sagt Schönherr. Twister-Gewinner Volkmar Fussi schließt sich den Meinungen an: "Enttäuschend – es bleibt einem der Mund offen. Es fehlt jeder strategische Ansatz und Klagenfurt wird nicht mit dem Wörthersee in Verbindung gebracht." Vinzenz Stimpfl-Abele von Whitehouse und ebenfalls Teilnehmer hat vorerst von der Entscheidung nichts mitbekommen und reagiert so: "De gustibus non est disputandum – obwohl man es in diesem Fall doch in Erwägung ziehen sollte."
Na, sieh einmal einer an: Klagenfurt, die Stadt der Boxer, der Kämpfer, die Stadt des Krieges vielleicht sogar?
Da kämpfen doch glatt die Unterlängen des "K-Majuskels" und des "g-Minuskels" in schräg angedeuteter Serif-Manier miteinander als träfen Foreman und der späte Ali aufeinander. Offensichtlich elefantrös und ohne Liebe unterstreicht die Steinzeitschrift lieblos und ohne Grazie die feinen, lieblichen Züge des Wörthersees, der dann auch noch vergessen wird.
Klagenfurt
Stadt der Berge nicht und nicht die Stadt am See: ausgetrocknet scheint sie, ohn’ Idyll’ und ohn’ Kultur, plump und fett aus Stein gemeißelt, keine Liebe, nur noch Kampf – güt’ger Gott, oh Schriftenkrampf!
Na, sieh einmal einer an: Klagenfurt, die Stadt der Boxer, der Kämpfer, die Stadt des Krieges vielleicht sogar?
Da kämpfen doch glatt die Unterlängen des "K-Majuskels" und des "g-Minuskels" in schräg angedeuteter Serif-Manier miteinander als träfen Foreman und der späte Ali aufeinander. Offensichtlich elefantrös und ohne Liebe unterstreicht die Steinzeitschrift lieblos und ohne Grazie die feinen, lieblichen Züge des Wörthersees, der dann auch noch vergessen wird.
Klagenfurt
Stadt der Berge nicht und nicht die Stadt am See: ausgetrocknet scheint sie, ohn’ Idyll’ und ohn’ Kultur, plump und fett aus Stein gemeißelt, keine Liebe, nur noch Kampf – güt’ger Gott, oh Schriftenkrampf!
Ach ja, noch was zu "Villach:gewinnt":
Wer sein Werbebudget brav in Klagenfurt abliefert, ohne die Villacher Kreativen (ja gibts denn die überhaupt?) einzuladen, der sollte nicht so große Töne spucken ...
;-)
Bla bla bla! Alle die daran teilgenommen haben, sind selber schuld. Alle die nicht daran teilgenommen haben, sollen sich auf ihre Schultern klopfen!
Wie sagte Brandy: Gratis mach ma nichts! Recht so! Machts euren kostenlosen Sch... gefälligst alleine oder selber!
P.S.: Zu Herrn Eixelsbergers Kommentar: Wie schauts eigentlich mit Ihrer eigenen Honorarkalkulation in Sachen Junger Wirtschaft aus? Wer im Glashaus sitzt ... Hmmmpfff.
Traurig, dass man nicht zuerst ein strategisches Konzept gemacht hat, wie es bei Firmen üblich ist und dann ein Briefing - wurde anscheinend nicht gemacht- das Ergebnis ist entsprechend - sagen wir .....los (was immer man davor setzt)."Ein ausgebildeter Fachmann ist unbegreiflich, eine eingebildeter Dilettant unerträglich Ernst R. Hauschka"
Warum arbeitet unser klagefurter Geld für die "Konkurrenz"
wir Villacher gratulieren den Klagenfurtern herzlich. Sie haben gut gewählt. Bitte liebe Klagenfurter bleibt auf diesem einzig richtigen Weg. Es ist Eure einzige Chance. Die Diskusion über das Logo wird sich wellenartig und weltweit verbreiten und vielleicht profitieren wir Villacher, wo wir ja so weit hinten sind, duch diese starke Diskussion.Nun Schiff, oh pardon, Lindwurm ahoi und alles Gute und vergesst Eure armen Villacher nicht, während Ihr so berühmt werdet und gebt unds ein paar Krümmelchen ab. Wir danken jetzt schon herzlichst.
Hallo liebe Leit, wos reds des olle fir an Bledsinn. I kim grod do oba von da olm und setz mi zuafällig zam kamputer (oder wia des Glupad hast) und siag des Logo von Klognfurt. Mi hots richtig aus de sockn kaut. I ols richtiga konsuma fühl mi so richtig ongsprochn. Ober etwos gfollt ma dabei nit. Do is so a komische Vich dabei. So schaun de Vicha auf da Alm oba nit aus. Des homs oba nit guat gmocht. Des passt irgenwie ..... i was nit mir kumt des vül zu nei oder sog ma anfoch modern vua. Und wenn i dem Vichal nochn Schwonz schau..... draht der sich... jo schauts amol... do wert ma richtig rauschig. Do schau i do liaba des Klognfurt on, weil do kriagst kan Rausch und bei mir, ihr weats es nit glabn kuman so richtige heimatgefühle auf. Jo ..... etwos follt ma do noch auf............igenwo falt do da Gipfl! Jo gras eng Gott, villeicht seg ma uns beim Pumpe. Prooost! Leitln
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Georg Gratzer von bestimmten Herren Vorgaben in Bezug auf das neue Logo bekommen hat. Der antiquierte Schriftzug ist möglicherweise gar nicht mal seine erste Idee gewesen. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass dieses Logo mit den grafischen Vorstellungen des Bürgermeisters perfekt harmoniert! Denn ausgesucht habens ja die 3Weissen.
Bin mal gespannt, was die AkzeptanzStudie (welche noch kommen wird) ans Licht bringt.
Was hat das Stadtmarketing mit dem Logo gemeinsam...?
„Beides wirkt SCWERFÄLLIG, BEAMTENHAFT und OHNE DYNAMIK“
Um die Ohnmacht und Unfähigkeit des Stadtmarketing-Chef in Sachen „Hilfestellung“, eventueller finazieller Unterstützung oder sogar räumliche Hilfe (leere stehende Flächen in der Übergangszeit zu nutzen) für die zur Zeit schwer geprüften Wirtschaftstreibenden rund um den Neuen Platz zu kaschieren, wird das Thema Logo „NEU“ (Neu Was...????) entgegen der politischen Wünsche präsentiert.
Und hörts endlich mit der Diskussion ums "Kärnten Logo" auf - seit mehr als 10 Jahren sinken die Tourismuszahlen in Kärnten !!!!
Und der AR...??? Hände falt´n Gosch´n halt´n oder Hr. Slamanig ...????
Gratuliere Brandy - zu deinem Verbot !!!!!
Geschätzter Herr Slamanig! Ich dürfte mich an der Diskussion eigentlich gar nicht beteiligen, da wir eine Redaktion sind und keine Werbeagentur-Tätigkeiten wie Logos machen. Das hier ist auch als Kommetar, wie bei Zeitungen, gedacht. Es passiert ganz selten, dass wir uns an Diskussionen beteiligen. Aber was uns in der Sache Stadtmarketing an negativer Energie entgegenschwappt, ist einfach nicht mehr zu halten. Das zeigt auch diese Diskussion hier und es nicht noch nicht mal der Newseltter raus gegangen... Das neue Logo habe ich mir als "Normalmensch" angesehen und ich habe mich irgendwie in eine Zeit vor der jetzigen zurückgesetzt gefühlt. Vielleicht ist es aber einfach nur so retro, dass ich es nicht kapiere. Den Diskurs halte ich ebenfalls für sehr gut und geeignet zum Lernen. Ich glaube aber, dass sich die negativen Postings hier nur zu 50 % am Logo entladen. Die anderen 50 % gehen - denke ich, das ist nur ein Gefühl - gegen die Art und Weise wie das Stadtmarketing seine Leistungsnachfrage gestioniert. Es gibt unzählige Geschichten, die erzählen, wie Herr Ellensohn im Vorbeigehen Agenturen "einlädt", ETWAS abzuliefern. Auf die Schnelle, is eh nix wert. Er hat ein besonderes Gefühl dafür, einem zu vermitteln, dass das eh nicht viel kosten kann, was man macht. "Mochen´s amol an Vorschlog" ist der häufigste Satz, den man hört. Professionelles Briefing? Ich erzähle auch aus eigener Erfahrung. Wir hatten einen Vertrag mit dem Stadtmarketing, den man beenden wollte, weil man Redaktionelles selbst machen wollte (!!!). Mit jemandem, der redaktionell nicht vorbelastet war und der ein Desaster produzierte, das wohl nicht viele Leute lesen konnten, weil es einfach nicht ging. Die Folge war, dass das Stadtmarketing monatelang den Vertrag abbezahlte (war nicht so viel Geld), aber die Redaktionsarbeit selbst erbrachte. Und bitte lesen Sie die Newsletter, die tun einfach nur weh. Bilden Sie sich selbst Ihre Meinung. Wenn man das so macht, dann bekommt man halt nur Leistungserbringer, die Geld brauchen oder grad anfangen (beides verständlich, keine Abwertung). Und ganz ehrlich, dann kommt das raus, was rausgekommen ist. Ich möchte die Leistung von Herrn Gratzer nicht schmälern. Er wird von vielen Seiten als ausgezeichneter Werbemann, äußerst erfahren, als ein alter Fuchs bezeichnet. Und ich habe auch schon mal erleben dürfen, wie sehr er in Projektbesprechungen anpackt. Wirklich äußerst eindrucksvoll. Aber glauben Sie mir, das Stadtmarketing ist trainiert darin, wie man es großteils, nicht in allem (Bahnhofstraßen-Event sehr in Ordnung, Tandler-Abend sehr in Ordnung) unprofessionell und falsch macht und man es sich mit vielen verscherzt. Die Stadtmarketing-GmbH müßte eigentlich eine ehrliche Imagewerbung für sich selbst machen, denn sie hat ein negatives Image. Sorry, aber das ist so. Das ist ein Supergau. Die Art und Weise, wie man vorgeht, ist einfach gegen jedwede Businessverständlichkeit. Entweder mit eigenen (fragwürdigen) Ressourcen oder mal schnell über Nacht was in Auftrag geben (hat mir der Geschäftsführer selbst erzählt) oder mal schnell zufällig Anwesenden Logo-Vorschläge zeigen und Feedback einfordern (das sind dann meist Wettbewerber, die anwesend sind, die sich Logovorschläge anderer Agenturen ansehen. Was werden die wohl sagen? Halloooooo!). Fazit: Keine Struktur, Keine Strategie, Null Vertrauen in Erfahrungen der Kärntner Werber, weil man die als Kostentreiber sieht. Das, was da jetzt passiert ist, wird in der Reparatur allerdings mehr kosten als einen teuren Logokreateur von vornherein beauftragt zu haben. Ein Vielfaches. Selbstreflexionskurs dringend anzuraten. Und das alles, weil der Geschäftsführer glaubt, die Nike-Zeit dauert noch immer an. Doch: Die war in einer Zeit vor unserer Zeit. Und die Schuachalan schauen jetzt auch ganz anders aus als in der Zeit vor unserer Zeit. Und das, was letztlich am ehesten zu hinterfragen ist: Bei unseren Recherchen kam raus, dass die Agenturen nicht mal wußten, dass der Zuschlag für das Logo schon gefallen ist. Sie wurden ein Jahr lang an der Nase herum geführt. Sehr fair, Herr Ellensohn, sehr fair... Ihre Arbeit sehr in Ehren, Herr Slamanig. Die des Stadtmarketings nicht. Ich teile Herrn Wedeniggs Meinung, dass wir Herrn Gratzer auch mal zu Wort kommen lassen sollten. Denn ich glaube, dass er völlig zu Unrecht Leidtragender ist. Ich glaube aber auch, dass man sich seine Kunden besser aussuchen muss.
Vorschlag an die Redaktion: Wie wäre es wenn man Georg Gratzer einfach direkt dazu befragt, was er sich bei der "Entwicklung" des Logos so gedacht hat. Finde eine Diskussion ohne Beteiligung der "Delinquenten" unfair bis sinnlos.
Möchte mich Vinzenz Stimpfl-Abele anschließen: De gustibus non est disputandum. Und dann anmerken, dass es in professionellen Agenturen Qualitätssicherungsmaßnahmen gibt. Gewisse Dinge dürfen den Schreibtisch der Kreativen einfach nicht verlassen. Sie dürfen auch Klienten einfach nicht vorgelegt werden. Die Verlockung, leichtfertig Mittelmaß zu akzeptieren ist einfach zu groß, als dass wir unseren Klienten Mittelmaß liefern dürften. Wir waren leider nicht zur Angebotslegung eingeladen, obwohl wir einige der wenigen Agenturen Österreichs sind die immer und offen gegen Abstandshonorare aufgetreten sind. Warum dann trotzdem immer die Agenturen eingeladen werden, deren Chefs lautstark für Präsentations- und Abstandshonorare eintreten, ist mir schleierhaft.
Wie auch immer. Für uns gehört ein Logo als essentieller Teil in ein strategisches Konzept. Eine Wort-Bildmarke ohne Hintergrund, Storyline und Markenwelt erscheint mir mehr als fragwürdig.
Wir Kommunikationsprofis sollten die "Klagenfurt-Logo" Diskussion als Chance sehen uns fachlich profilieren zu können.
Ein höheres Diskussionsniveau ist meiner Meinung nach gefragt. Politikern und unfähigen (trotz hohen Alters) Marketing -Menschen können wir Hilfestellung anbieten.
Standards die in jedem Unternehmen - und eine Kommune wie Klagenfurt ist als solches endlich zuverstehen - eine Überlebensfrage (nationales und intern. Konkurrenzumfeld) sind , können nur von uns professionel sichtbar und begreifbar gemacht werden.
Corporate-Identiy-Politik, Corporate Communication und Corporate - Image sind das Dach unter dem sich die Bereiche Handel, Tourismus, Sport, Kommunalbetriebe, etc. synergetisch finden sollten. Als Aufgabe gilt es, 2 Dinge zu vereinen:
Gezielte Werbung für Einzelbereiche (Handel ....) und gleichzeitig (mit der Kommune und unabhängig von Parteipolitik) übergreifende Coporate Identity Politik zu machen.
Alle (auch die Werber) dürfen über das derzeitige Diskussionniveau reflektieren. Die Hoffnung besteht in der Erkenntnis über dieses Niveau.
Und wenn keine Einsicht eintritt? - dann gute Nacht Klagenfurt. Graz, Salzburg, Laibach, Udine, u.a. Städte werden sich freuen!
Ein Villacher dem die Landeshauptstadt nicht "Wurscht" ist.
Ich danke den Damen und Herren aus der Branche für Ihre Kommentare, die ich im Zuge der Diskussion um das Logo für wertvoll halte. Denn über das Kärnten-Logo wurde ähnlich diskutiert (z.T. in der derselben Diktion) wie auch über das Logo der Telekom Austria. Beide gibt es überraschender Weise noch immer. Die Geschmäcker der Damen und Herren der Branche treffen offenbar nicht immer den Geschmack der Marktteilnehmer, für die das Logo gemacht wurde. Außerdem wird hier offenbar das Verfahren mit dem Ergebnis verwechselt, wie es aus etlichen Wortmeldungen hervorgeht. In Summe bitte ich darum, intensiv und kontroversiell weiter zu diskutieren, denn dann ist das Logo in Kürze so bekannt - und gewohnt - dass es (fast) nicht mehr wegzudenken ist.
Michael Slamanig, Vorsitzender des AR der Klagenfurt Marketing
P.S.: Habe die Kommentare der anonymen Texter übrigens nicht gelesen, da ich nicht weiss, mit wem ich mich da unterhalte.
Uuuups....Das war ja gar kein Scherz. Herr E. meint das wirklich ernst. Aber die ganze Geschichte hat sich ja schon seit langem abgezeichnet. Wann wird "ihn" endlich jemand bremsen, bevor Klagenfurt zur totalen Lachnummer verkommt. Am besten alles in den Kübel schmeißen und noch mal zurück an den Start. Alles andere wäre strategisch der nackte Wahnsinn.
alle achtung herr ellensohn - das logo sprudelt nur so von aussagekraft - bleibt nur zu hoffen, dass es nicht schwindet wie der eis-christbaum im winter - apropos sprudeln: das logo sieht eigentlich auf den ersten blick so aus, wie der schriftzug von villacher bier - echt bierig - hmm vielleicht wurde das scribble ja auf einen bierdeckel gezeichnet und gleich so eingereicht - langt eigentlich wenn es keine abschlagszahlung gibt - prost!
Wegen Arbeiten wie diesen sinkt die Anerkennung für gutes Design in der Öffentlichkeit. Wenn durch politisch motivierte Geschmacklosigkeit gezeigt wird, dass für sehr sehr viel Geld "Logos", "Pressekonferenzen" oder "PR-Kampagnen" erstellt werden, die ein Volksschüler nicht viel schlechter machen könnten, fragt sich Otto-Normalunternehmer zu Recht, was da dahinter sei.
Das Stadtmarketing hat sich wieder einmal - wie die meisten involvierten Politiker - selbst disqualifiziert. Schon die Vorgangsweise (keine öffentliche Ausschreibung, kein Abschlagshonorar etc.) lässt eigene Schlüsse zu.
Es tut mir leid, das sagen zu müssen: Das Logo scheint so alt wie Herr Ellensohn selbst zu sein. Ich will wirklich nicht persönlich werden, aber das, was da produziert wurde, ist nicht viel mehr als im MS-Word einen Rundschrift-Font-Typus herzunehmen und "Klagenfurt" draus zu machen. Es ist einerseits eine Traurigkeit, andererseits eine Schmach. Diese Stadt manövriert sich - wie Kärnten übrigens auch - durch Leute, die ihren Job nicht verstehen, sondern jemanden kennen, der jemanden kennt, der das Wort "Logo" schon mal gehört hat, ins Abseits.
So hat man früher einmal „Frohe Weihnachten“ geschrieben. Das Logo weist nicht in die Zukunft, sondern setzt Klagenfurt mit einem Schlag 20 Jahre zurück!
Wie man hört, waren auch die anderen 8 Vorschläge nicht gut. Mein Vorschlag: Zurück an den Start! Neuausschreibung (welche Agenturen bzw. Grafiker waren eigentlich eingeladen – Brandy Brandstätter z. B. war nicht einmal eingeladen!). Und das Honorar für Hr. Gratzer möge Hr. Ellensohn gefälligst aus seiner eigenen Tasche zahlen – für ein solches Logo dürfte die Stadt keinen Cent ausgeben.